Haarentfernung: Alles eine Sache der Einstellung

Die allgemeine gesellschaftliche Meinung zu Körperbehaarung scheint manchmal wie in Stein gemeisselt. Die Models, denen wir täglich in Magazinen oder auf Plakaten begegnen, sind immer gewachst, gezupft und ihre Haut ist seidig-glatt. Der Typ der komplett haarfreien Frau ist auf dem Vormarsch und manchmal kommt es einem so vor, als wäre dieser schon immer der Standard gewesen, an dem wir uns alle orientieren. Wenn wir aber auf die Geschichte der Haarentfernung zurückblicken, erkennen wir, dass sich die Mode und die Einstellung zur Körperbehaarung verändert haben im Laufe der Zeit.

Am Anfang…

Die Idee der Haarentfernung entstand zuerst bei den antiken Ägyptern. Es gibt Beweise, dass sie damals Ihre Haare aus rituellen oder personellen Gründen entfernt haben. Dies war allerdings nicht so ein weitreichender etablierter Trend wie heute. Erst später wurde bei den Ägyptern Haarentfernung von der ganzen Gesellschaft als eine Mode anerkannt. Mithilfe von Rasierern, Sugaring oder primitiven Haarentfernungs-Cremes entfernten Frauen, aber auch Männer, die gesamte Körperbehaarung. Diese Praxis wurde dann später von den Römern übernommen – in beiden Kulturen war die Haarentfernung besonders bei den Reichen weit verbreitet.

Die dunkle Seite der Geschichte

Es gibt kaum Beweise dafür, ob Haarentfernung im Mittelalter weit verbreitet war oder nicht. In den Grabstätten wurden Rasierer, Spiegel und Kämme als Beigabe gefunden, was zeigt, dass das Aussehen einen gesellschaftlichen Stellenwert hatte und sie sich im Besonderen um ihre Haare kümmerten. Die Annahme, dass bei der Körperpflege wahrscheinlich auch die Haarentfernung mit einbezogen wurde, ist also gar nicht mal so abwegig. Während dieser Zeit wurde im Mittleren Osten ebenfalls der Islam begründet, in welchem gelehrt wurde, dass Achselbehaarung ausgezupft und Schambehaarung abrasiert werden sollte. Wir können also sicherlich annehmen, dass der Trend und Brauch der Haarentfernung während des ersten Millenniums gepflegt wurde.

Die Körperhaar-Renaissance

Auf und an den Kunstwerken der Renaissance ist nicht ein Körperhaar zu sehen. Es kann also angenommen werden, dass die Gesellschaft sich an dieser Kunst ein Vorbild genommen hat und die Pflege der Körperhaare und die Haarentfernung zur Norm wurden. Dies spiegelt sich auch in der oft zitierten Anekdote über den Kunstkritiker John Ruskin wieder, der nicht in der Lage war seine Ehe zu leben, nachdem er zu schockiert von der Natürlichkeit des Körpers seiner Frau war, welcher nicht dem Abbild der Frauen entsprach, die die Kunst zur Zeit der Renaissance widerspiegelte.

Das 21. Jahrhundert

Obwohl wir wissen, dass es in der Vergangenheit verschiedene Trends bei der Haarentfernung gab, geschah es erst im 21. Jahrhundert, dass Menschen aus allen Gesellschaftsschichten diesem Trend folgten. Die Hauptgründe dafür sind die einfache Zugänglichkeit zu Haarentfernungs-Produkten und aggressive Marketing Kampagnen. Gillette brachte 1915 den ersten Rasierer heraus, der für Frauen gedacht war und die Firma warb damals mit dem Spruch: „Summer Dress and Modern Dancing combine to make necessary the removal of objectionable hair“ (dt. Sommerkleider und moderner Tanz machen es nötig, die unerwünschten Haare zu entfernen.)

Körperbehaarung heute

Heutzutage haben Frauen die Freiheit, selber zu entscheiden, was, wie viel und wie oft sie ihre Körperhaare entfernen wollen. Egal ob Sie sich dafür entscheiden, jedes Haar auf Ihrem Körper zu entfernen oder nicht – es ist allein Ihre Entscheidung und sollte nur darauf basieren, was Sie schön finden und wodurch Sie sich attraktiv fühlen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, alle Haare zu entfernen, bietet Veet Ihnen eine Bandbreite an Produkten, aus denen Sie die für Sie am besten funktionierende Methode wählen können. Wofür Sie sich auch immer entscheiden, alles Weitere wird einfach sein.